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Kölner Jugendring e.V.
Ihre Meinung zum Sozialabbau in Köln
Der Kölner Jugendring e. V. spricht sich gegen die Sparvorschläge im städti-schen Haushalt aus, die in der vergangenen Woche der Presse vorgestellt wor-den sind.
„Die Vorschläge lassen es an Weitsicht mangeln“, sagt dazu Sarah van Dawen, die 1. Vorsitzende des Jugendrings.
Ganze Projekte und Strukturen der freien Träger der Jugendhilfe gefährdet
Die Kürzungen bei den freien Trägern der Jugendhilfe bringen ganze Projekte und Strukturen ins Schwanken. Wird ein Hauptamtlicher oder eine Hauptamtliche nicht mehr entsprechend entlohnt, fällt die Betreuung der Ehrenamtlichen weg und somit auch Arbeit für die Kinder und Jugendlichen dieser Stadt, die die Stadt eigentlich nichts kostet. So kann man rechnen, dass auf jede bezahlte hauptamtliche Kraft im Schnitt acht bis zehn Mal so viele ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden kommen. Aber auch Kürzungen bei Projektförderungen treffen die Träger hart, denn wo die Maßnahmenzuschüsse fehlen, können weder Haupt- noch Ehrenamtliche die Strukturen mit Leben füllen. Wird bei der Sachausstattung gespart, können zudem oft die Bedingungen anderer Geldgeber wie Bund und Land nicht mehr erfüllt werden, und auch Projekte, die ursprünglich nicht ganz gestrichen wurden, fallen ins Wasser. Ein Beispiel hierfür erlebt der Kölner Jugendring. Hier müssen Teilnahmebeiträge für den Israelaustausch voraussichtlich um ca. 40 % erhöht werden, da im Bereich der internationalen Jugendarbeit gekürzt wird.
Jugendarbeit gleich Präventionsarbeit
Was die freien Träger nicht leisten, fällt jedoch auf die Gesellschaft zurück. Anders gesagt: Jugendarbeit ist Präventionsarbeit. Wer heute an den Jugendhilfestrukturen spart, muss in Zukunft deutlich mehr für Folgekosten ausgeben.
Votum des letzten Bürgerhaushalts für den Erhalt der Jugendarbeit darf nicht untergehen
Zwar ist sich auch der Jugendring der prekären Haushaltslage bewusst; zur Idee, die Bürgerinnen und Bürger in einer Art abgewandeltem Bürgerhaushalt mitentscheiden zu lassen, meint Helga Wolf, Partizipationsreferentin des Jugendrings jedoch: „Der Ansatz ist grundsätzlich nicht schlecht – schade nur, dass Mitbestimmung oft dann erst angefordert wird, wenn es um die Akzeptanz von Einschnitten geht. Die Ergebnisse des letzten Bürgerhaushalts, die ein sehr eindeutiges Votum für den Erhalt der Jugendarbeit ergaben, dürfen auf gar keinen Fall im Zuge dieser Entwicklung untergehen. Zudem muss es bei einem »Kürzungsbürgerhaushalt« auch die Möglichkeit geben, unter allen Ressorts Prioritäten zu setzen.“
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Manfred Lexa
am 11.06.2010300 Fotos + + von der Demo am Dom vom9..6. findet Ihr auf meinen Blog:
http://tixweekly.blogspot.com/
(Demo am Dom 9.06.
= Köln Sozial =
(slide show & 300 fotos) + +
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